Badewasser Tool

DIN 19643 · 2023
Umwälzleistung / Aufbereitungs-Volumenstrom
Berechnung nach DIN 19643-1:2023 Abschnitt 8 – Von der Wasserfläche ausgehend

Eingabe

Plätze
Plätze
Stück
m

Ergebnis

Nennbelastung N
Aufbereitungs-Volumenstrom Q
Attraktionszuschlag ΔQ (Wasser)
Luftattraktionen
Gesamt-Q (mit Attraktionen)
Becken-Volumenstrom Q_B
Maßgeblicher Volumenstrom
Umwälzperiode t_U (bei Q_mass)
Hinweis: Der maßgebliche Volumenstrom ist stets das Maximum aus Aufbereitungs-Volumenstrom Q und Becken-Volumenstrom Q_B (§ 8.1 und 8.2.2 DIN 19643-1).
Formelherleitung anzeigen
Wählen Sie einen Beckentyp und geben Sie Werte ein.
Kombibecken-Berechnung
Schwimmer- + Nichtschwimmerteil + optionale Attraktionen – Gesamtvolumenstrom nach DIN 19643-1

Teil A – Schwimmerbecken (> 1,35 m)

Teil B – Nichtschwimmerbecken (0,6–1,35 m)

Attraktionen (Gesamt)

Gesamtergebnis Kombibecken

N_Schwimmer
N_Nichtschwimmer
N_gesamt
Q_Aufbereitung (ohne Attraktionen)
Attraktionszuschlag ΔQ (Wasser)
Luftattraktionen
Q_gesamt (Aufbereitungs-VS)
Q_B gesamt (Becken-VS)
Maßgeblicher Volumenstrom
Kombibecken: Die Nennbelastungen beider Beckenteile werden summiert. Für Tiefenbereiche < 1,35 m gilt der Nichtschwimmer-Ansatz (a = 2,7 m², n = 1/h). Rutschen mit Mindestzuschlag 60 m³/h, jede weitere +35 m³/h.
Beckenauslastung prüfen
Aktuelle Personenzahl gegen Nennbelastung und Fläche prüfen – auch für Kombibecken

Beckendaten

Auslastungsstatus

Nennbelastung N_max
Auslastung aktuell
Q_erforderlich für aktuelle Last
Q_ist ausreichend?
Freie Kapazität noch
Personenfläche aktuell
Filtrationsleistung & -geschwindigkeiten
Auslegung und Überprüfung nach DIN 19643-2 Tabellen 1–3

Filterauslegung

Filtrations-Check

Gesamte Filterfläche
Ist-Filtrationsgeschwindigkeit
Zulässiger Maximalwert
Status
Mindest-Filterfläche für max. v
Spül-VS (≥ 45 m/h) je Filter
Luft-VS (60–80 m/h) je Filter
Bettausdehnung: Einschichtfilter ≥ 10%, Mehrschichtfilter ≥ 20% erforderlich. Spülwassergeschwindigkeit ≥ 45 m/h – nicht unterschreiten!

Schütthöhen-Rechner

Aus Filtergeometrie werden Stützschichten, Filterschichten und Freibord mit Tonnagen berechnet – nach DIN 19643-2

Geometrie

m

Filtertyp & Materialien


Filtermaterial-Referenz (DIN 19643-2)

FiltertypMaterialKorngruppe untenKorngruppe obenSchichthöhe untenv_fil max
EinschichtQuarzsand0,71–1,25 mm≥ 0,9 m≤ 12 / 30 m/h
EinschichtGlaskorn0,7–1,2 mm≥ 0,9 m≤ 12 / 30 m/h
EinschichtGlaskugeln0,7–1,3 mm≥ 0,9 m≤ 12 / 30 m/h
MehrschichtQuarzsand / Anthrazit0,71–1,25 mm1,4–2,5 mm≥ 0,9 m≤ 12 / 30 m/h
MehrschichtQuarzsand / H-Kohle0,71–1,25 mm0,6–1,6 mm≥ 0,9 m≤ 12 / 30 m/h
MehrschichtGlaskorn / Anthrazit0,7–1,2 mm1,4–2,5 mm≥ 0,9 m≤ 12 / 30 m/h
KornaktivkohleSteinkohle/Kokosschalen0,6–1,6 mm≥ 0,6 m≤ 50 m/h
Anschwemm (UP)Kieselgur / Perlitefeinwenige mm≤ 4 m/h
Anschwemm (DP)Kieselgur / Perlitefeinwenige mm5–8 m/h
Filterspülprogramme
Schritt-für-Schritt nach Anhang A DIN 19643-2:2023 (informativ) – vor Ort auf Wirksamkeit prüfen!

Filtertyp auswählen

Spülwasser

Spülwassergeschwindigkeit
Spülwasser-VS bei A_F
Luftspülgeschwindigkeit
Luft-VS bei A_F
Chlor im Spülwasser (Desinf.)≥ 1 mg/l Cl₂
Desinfizierende Spülung≥ 5 mg/l Cl₂

Spülprogramm

    Wasserchemie-Check
    Aktuelle Messwerte eingeben – sofortige Bewertung gegen DIN 19643-1:2023 Tabelle 2

    Messwerte

    Freies Chlor
    mg/l
    Gebundenes Chlor
    mg/l
    pH-Wert
    Redox-Spannung
    mV
    Trübung (Beckenwasser)
    FNU
    Trübung (Filtrat)
    FNU
    Aluminium (bei Al-Flock.)
    mg/l
    Eisen (bei Fe-Flock.)
    mg/l
    THM (als CHCl₃)
    mg/l
    ⚠ Messfehler durch Kaliumiodid-Verschleppung

    Die Verwendung von mit Kaliumiodid (KI) kontaminierten Küvetten kann den Messwert für freies Chlor erheblich nach oben verfälschen, während der Gesamtchlorwert unverändert bleibt. Dies führt rechnerisch zu einem scheinbar niedrigeren gebundenen Chlor.

    0,70 0,60 0,50 0,40 0,30 0,20 0,10 0,00 mg/l Cl₂ 0,30 geb. Cl 0,40 fr. Cl 0,70 ges. ✓ Ohne KI-Verschleppung Saubere Küvetten 0,10 geb. 0,60 fr. Cl ↑ +0,20 verfälscht 0,70 ges. ✗ Mit KI-Verschleppung Verunreinigte Küvetten Freies Chlor (korrekt) Freies Chlor (verfälscht) Gebundenes Chlor Ursache: KI wird für die Gesamtchlor-Messung (DPD 3) benötigt. Wird dieselbe Küvette ohne ausreichende Reinigung auch für die Freichlor-Messung (DPD 1) verwendet, oxidiert das verschleppte KI das DPD-Reagenz zusätzlich → freies Chlor erscheint höher als tatsächlich vorhanden.
    Empfehlung: Für jeden Messvorgang (Leerwert, freies Chlor, Gesamtchlor) eine separate, gründlich mit destilliertem und deionisiertem Wasser gereinigte Küvette verwenden.

    Gesamtbewertung


    Grenzwerte (Referenz)

    ParameterUnterer WertOberer WertTyp
    Freies Chlor (Normal)0,3 mg/l0,6 mg/lHygiene
    Freies Chlor (Whirlpool)0,7 mg/l1,0 mg/lHygiene
    Gebundenes Chlor0,2 mg/lVorsorge
    pH (Al-Flockung)6,57,2Hygiene
    pH (Fe-Flockung)6,57,5Hygiene
    Redox Süßwasser (pH ≤ 7,3)≥ 750 mVHygiene
    Redox Süßwasser (pH > 7,3)≥ 770 mVHygiene
    Trübung Beckenwasser0,5 FNUTechnisch
    Trübung Filtrat0,1 FNUTechnisch
    Aluminium (Filtrat)0,05 mg/lTechnisch
    THM (als CHCl₃)0,02 mg/lVorsorge
    Troubleshooting – Chemische Ausreißer
    Ursachen und Maßnahmen bei Abweichungen der Regelparameter

    Freies Chlor zu niedrig (< 0,3 mg/l)

    Chlorzehrung erhöht – Dosierung zu gering
    Hohe Badebelastung → erhöhter Chlorverbrauch durch Körperpflegeprodukte, Harn, Schweiß. Flockungsmitteldosierung korrekt? Dosierpumpe auslitern.
    → Chlordosierung erhöhen, Dosierpumpe prüfen, Sollwert Regelung kontrollieren.
    Hohe organische Belastung – TOC / KMnO₄ erhöht
    Chlor wird durch organische Verbindungen (Harnstoffe, Aminosäuren) aufgezehrt. THM-Bildung wahrscheinlich erhöht. Gebundenes Chlor evtl. erhöht.
    → Füllwasserzusatz erhöhen, PAK-Dosierung prüfen/einleiten, Filterspülung prüfen.
    UV-Anlage aktiv – photolytischer Chlorabbau
    UV-Mitteldruckstrahler baut freies Chlor ab. Nachdosierung im Reinwasser muss ausreichend sein.
    → Chlor-Nachspeisung nach UV-Anlage kontrollieren. UV-Dosis 400–800 J/m² prüfen.
    Messfehler – DPD / Messküvette
    Verunreinigte Küvette, veraltete Reagenzien, KI-Verschleppung (freies ↔ gebundenes Chlor). Hohe Iodidgehalte > 0,5 mg/l stören die DPD-Messung.
    → Küvette reinigen/tauschen, Reagenzien auf MHD prüfen, Parallelmessung DPD Nr.1 und Nr.3 durchführen. Bei Iodid-Verdacht: Labor-Referenzmessung.

    Freies Chlor zu hoch (> 0,6 mg/l Normal, > 1,0 mg/l Whirlpool)

    Überdosierung Chlor
    Regelung fehlerhaft (Sensor verschmutzt, Messwasserleitung gesättigt), Dosierpumpe defekt (läuft durch), pH-Regelung außer Betrieb (niedriger pH = höherer Chlorbedarf der Sonde).
    → Messwasserleitung spülen, Sensor reinigen/kalibrieren, Dosierpumpe prüfen. Betrieb nicht über 1,2 mg/l (außer Desinfektion/Wartung). Badebetrieb bei > 1,2 mg/l einstellen bis normalisiert.

    Gebundenes Chlor zu hoch (> 0,2 mg/l)

    Chloramin-Anreicherung
    Zu geringe Füllwasserzufuhr, hohe Badebelastung (Harnstoff + Chlor → Chloramine). Geruchsbelästigung typischerweise ab > 0,5 mg/l. Filtration reduziert Chloramine nicht ausreichend.
    → Füllwasserzusatz erhöhen (mind. 30 l/Bad-Person/Tag). UV-Anlage (400–800 J/m²) zur Chloramin-Elimination prüfen/nachrüsten. PAK-Dosierung erhöhen.
    Messfehler – KI-Kreuzreaktion
    Kaliumiodid aus der Gesamt-Chlor-Messung kontaminiert die Frei-Chlor-Küvette → scheinbar erhöhtes gebundenes Chlor (Gesamtchlor - freies Chlor = künstlich hoch).
    → Separate Küvetten für freies und Gesamtchlor verwenden. Reihenfolge beachten: immer erst freies Chlor messen. Küvetten intensiv spülen.

    pH-Wert außerhalb Sollbereich

    pH zu hoch (> 7,2 bei Al / > 7,5 bei Fe)
    Flockung verschlechtert (pH-abhängige Al/Fe-Hydrolyse). Redox-Wert sinkt (weniger HOCl → mehr OCl⁻). Erhöhtes Risiko unzureichender Desinfektion. Ursache: zu geringe Säuredosierung, erhöhte Säurekapazität im Füllwasser.
    → CO₂- oder HCl-Dosierung erhöhen. pH-Sensorkalibration prüfen. Füllwasser-Analysen prüfen. Säurekapazität K_S4,3 messen (Soll: ≥ 0,7 mol/m³ für Standard; ≥ 0,3 für Warmsprudel).
    pH zu niedrig (< 6,5)
    Übersäuerung, Dosierpumpe läuft durch, pH-Sensor defekt. Korrosionsgefahr für Bauteile, Hautreizung.
    → Säuredosierung stoppen, Ursache prüfen. Natriumcarbonat/NaHCO₃ zur Anhebung. Sensor prüfen, Dosierpumpe sperren bis Ursache geklärt.

    Redox-Spannung zu niedrig

    Redox unter Grenzwert (Süßwasser < 750 mV bei pH ≤ 7,3)
    Freies Chlor zu niedrig, pH zu hoch, hohe organische Belastung, Sensorverunreinigung/-defekt, Kalibrierung falsch. Niedriger Redox = unzureichende Desinfektionskapazität → akute Hygienegefahr!
    → Unmittelbares Handeln: Chlorgehalt überprüfen, Sensor reinigen/kalibrieren. Bei anhaltender Unterschreitung > 50 mV: Dosierung erhöhen, Ursache suchen. Ggf. Badebetrieb einschränken.
    Redox-Sensor unplausibel / springende Werte
    Messwasserleitung nicht gasblasen-frei, Sensoroberfläche verschmutzt (Belag), Referenzelektrode (Ag/AgCl 3,5M KCl) erschöpft.
    → Messwasserleitung durchspülen, Sensor reinigen, Referenzfüllung erneuern. Parallelhandmessung DPD + pH als Plausibilitätskontrolle.

    Trübung erhöht

    Filtrattrübung > 0,1 FNU
    Flockungsfiltration ungenügend: Flockungsmittel-Dosierung zu gering, pH außerhalb optimaler Flockungs-Range, Filter überbelastet (v_fil zu hoch), Filterspülung unzureichend (Bett verbacken/verzopft).
    → Flockungsmittel-Dosierung erhöhen und auslitern. pH prüfen. Filtrationsgeschwindigkeit berechnen. Filterspülung sofort intensivieren.
    THM > 0,02 mg/l
    Chlorierung von organisch belastetem Wasser. Erhöhter Bromidgehalt begünstigt bromierte THM. Unzureichende Adsorption (PAK erschöpft, H-Kohle erschöpft).
    → Füllwasserzusatz erhöhen. PAK-Dosierung kontrollieren. Mehrschichtfilter-Kohle auf Erschöpfung prüfen (Wechsel wenn THM dauerhaft überschritten). Bromid im Füllwasser messen.
    Troubleshooting – Mikrobiologie
    Bewertung und Maßnahmen nach DIN 19643-1:2023 Tabelle 1, 7 und 8

    Legionellen-Bewerter

    Andere mikrobiologische Parameter

    Pseudomonas aeruginosa > 0 KBE/100 ml
    Klassischer Biofilm-Indikator. Häufig in Überlaufrinnen, Rohrsystemen, an Beckenwänden (unter Grenzwert Desinfektion). Hinweis auf unzureichende Desinfektionswirkung oder hydraulische Totzonen.
    → Freies Chlor & Redox sofort prüfen. Überlaufrinne reinigen und desinfizieren. Hydraulische Totzonen mittels Farbtest identifizieren. Filterspülung intensivieren. Filterdesinfektion prüfen.
    E. coli > 0 KBE/100 ml
    Fäkale Verunreinigung. Chlorgehalt sofort prüfen! Mögliche Ursachen: Fäkalunfall, Stuhlgang im Becken, massiv erhöhte Badebelastung, unzureichende Desinfektion.
    → SOFORT: Becken sperren. Chlorgehalt messen und auf 1-2 mg/l erhöhen. Filterspülung. Wiederöffnung erst nach negativem Befund. Gesundheitsbehörde informieren. DGfdB A 23 beachten.
    Koloniezahl 36°C > 100 KBE/ml
    Allgemeiner Hygienestatus verschlechtert. Mehrere Ursachen möglich: Filterbettverkeimung, unzureichende Desinfektion, Biofilme in Rohrsystemen, langer Stillstand.
    → Freies Chlor, pH und Redox prüfen. Filterspülung sofort. Wenn wiederholt erhöht: desinfizierende Filterspülung (5 mg/l Cl₂), Überlaufrinne reinigen. Filtrat-Untersuchung.

    Legionella-Maßnahmentabelle (DIN 19643-1 Tabelle 7 – Beckenwasser)

    Konz. (KBE/100 ml)BewertungSofortmaßnahmenWeitere Vorgehensweise
    < 2 Keine Kontamination Keine
    2 – 100 Geringe Kontamination Information Gesundheitsbehörde Nachuntersuchung Filtrat + Beckenwasser innerhalb 4 Wochen
    > 100 – 1.000 Mittlere Kontamination Aerosolbildende Einrichtungen abschalten · Hochchlorung 10 mg/l · Filterdesinfektion · Aufbereitung prüfen · Info Gesundheitsbehörde Nachuntersuchung Filtrat ≥ 7 Tage nach Filterdesinfektion, jedoch innerhalb 4 Wochen
    > 1.000 Hohe Kontamination Aerosolbildende abschalten · SOFORT Filterdesinfektion (DGfdB A 23) · Hochchlorung 10 mg/l · Info Gesundheitsbehörde · Bei > 10.000 KBE: NUTZUNGSVERBOT Freigabe erst nach Befund < 1.000 KBE/100 ml im Beckenwasser. Nachuntersuchung Filtrat ≥ 7 Tage nach Desinfektion
    Hochchlorung nach DGfdB A 23: 10 mg/l freies Chlor im Beckenwasserkreislauf. Desinfizierende Filterspülung: 5 mg/l Cl₂ oder 3 mg/l ClO₂ im Spülwasser. Kornaktivkohle monatlich: 10 mg/l Cl₂.
    Grenzwerte & Normtabellen
    Referenz DIN 19643-1:2023-06 Tabellen 1, 2 und 3

    Tabelle 1 – Mikrobiologische Anforderungen (DIN 19643-1 Tab. 1)

    Nr.ParameterEinheitBeckenwasserFiltratReinwasserKategorie
    5.3.1Pseudomonas aeruginosaKBE/100 ml000Hygiene
    5.3.2Escherichia coliKBE/100 ml000Hygiene
    5.3.3Legionella spec.*KBE/100 mls. Tab. 7s. Tab. 8s. Tab. 8Hygiene
    5.3.4Koloniezahl (KBE) 36°CKBE/ml10010020Indikator
    * Legionella nur bei T ≥ 23°C und aerosolbildenden Kreisläufen (Beckenwasser) bzw. T ≥ 23°C (Filtrat)

    Tabelle 2 – Chemische Anforderungen (Auswahl, DIN 19643-1 Tab. 2)

    Nr.ParameterEinheitUnterer WertOberer WertKategorie
    5.3.5.1aRedox-Spannung (Süßwasser, pH 6,5–7,3)mV≥ 750Hygiene
    5.3.5.1bRedox-Spannung (Süßwasser, pH 7,3–7,5)mV≥ 770Hygiene
    5.3.5.2aRedox-Spannung (Meerwasser, pH 6,5–7,3)mV≥ 700Hygiene
    5.3.5.2bRedox-Spannung (Meerwasser, pH 7,3–7,8)mV≥ 720Hygiene
    5.3.6aFreies Chlor (Allgemein)mg/l0,30,6Hygiene
    5.3.6bFreies Chlor (Warmsprudelbecken)mg/l0,71,0Hygiene
    5.3.7.1pH-Wert (Al-Flockungsmittel)6,57,2Hygiene
    5.3.7.2apH-Wert (Fe-Flockung, Süßwasser)6,57,5Hygiene
    5.3.7.2bpH-Wert (Fe-Flockung, Meerwasser)6,57,8Hygiene
    5.3.8Gebundenes Chlormg/l0,2Vorsorge
    5.3.9THM (als CHCl₃)mg/l0,02Vorsorge
    5.3.10Σ Chlorit + Chloratmg/l30Vorsorge
    5.3.11Bromatmg/l2Vorsorge
    5.3.14Trübung (Beckenwasser)FNU0,5Technisch
    5.3.14Trübung (Filtrat)FNU0,1Technisch
    5.3.16Aluminium (Filtrat)mg/l0,05Technisch
    5.3.17Eisen (Filtrat)mg/l0,02Technisch

    Tabelle 3 – Nennbelastungen und Volumenströme (DIN 19643-1 Tab. 3)

    BeckenartTiefe (m)a (m²)n (1/h)N =Q =QB =
    Springerbecken≥ 3,404,510,222 · AN/k1,0 · L
    Schwimmerbecken> 1,354,510,222 · AN/k1,0 · L
    Variobecken0,3–1,802,710,370 · AN/k1,0 · L
    Nichtschwimmerbecken0,6–1,352,710,370 · AN/k1,0 · L
    Wasserrutschenbecken1,0–1,352,70,370 · AN/k + 35/Rutsche (min. 60)1,0 · L
    Planschbecken≤ 0,62V · k2 · Vmin. 0,6 · A (QB=Q)
    Kleinbecken (≤ 96 m²)0,251A/0,25festgelegt1,0 · L
    Warmsprudelbecken (begr.)≤ 1,03 · P3P/kQB=Q
    Warmsprudelbecken (komb., eigen)≤ 1,010V · k10 · VQB=Q
    Warmsprudelbecken (komb., angschl.)≤ 1,05V · k5 · VQB=Q
    Bewegungsbecken≤ 1,3540,25 · AN/k, min. 401,0 · L
    Therapiebeckenje n. BedarfVQB=Q
    Warmbecken > 20 m²≤ 1,35420,5 · AN/k, min. 401,0 · L
    Zuschlag Attraktion (je Platz)+1 Person+1 m³/h
    Zuschlag je Rutsche+35 m³/h (min. 60)
    Füllwasser-Rechner
    Mindest-Füllwassermenge nach DIN 19643-1:2023 §6 – 30 l je Badegast und Tag (Beckenwasser)

    Gesamtanlage

    Personen
    Norm: Mindestens 30 l Füllwasser je Badegast und Tag (DIN 19643-1 §6.2). Warmsprudelbecken mit begrenzter Nutzung: Mindest-Füllwasser = Beckenvolumen je 8 h Betrieb.

    Gesamtbedarf Anlage

    Besucher gesamt
    Füllwasser gesamt (min.)
    Entspricht
    Warmsprudel-Zusatz (Volumen)
    Füllwasser gesamt inkl. Warmsprudel

    Becken einzeln (optional – für detaillierte Aufteilung)

    Ergebnis je Becken

    Becken oben eintragen um Einzelauswertung zu sehen.

    Chemiedosierung
    Pulveraktivkohle (PAK) und Flockungsmittel – Dosierberechnung nach Volumenstrom und Beckenvolumen

    PAK-Eingabe

    m³/h
    h/Tag
    g/m³
    Typische Dosierung: 1–5 g/m³ (Standardbetrieb), 5–10 g/m³ (erhöhte THM-Vorläufer), bis 20 g/m³ (Stoßbehandlung)

    PAK-Ergebnis

    Dosiermenge
    Tagesbedarf
    Wochenbedarf (5 Tage)
    Monatsbedarf (~22 Tage)
    Hinweis: PAK immer vor dem Filter dosieren (Ansaugseite Pumpe oder Flockungsdosierstelle). Einwirkzeit min. 15 min vor Filtration. PAK ist nicht rückspülbar – Filterstandzeit beachten.
    Reinigungsintervalle
    Übersicht nach Beckenart und Anlagenkomponente – nach DIN 19643 und DGfdB-Richtlinien

    Beckenwände, -boden, Überlaufrinnen

    BeckenartTäglichWöchentlichMonatlich / nach BedarfBesonderheit
    Schwimmerbecken Sichtprüfung; Überlaufrinnen spülen Beckenrand + Rinnen schrubben; Skimmer reinigen Boden absaugen; ggf. Teilentleerung Wasserlinienbereich täglich wischen
    Nichtschwimmerbecken Sichtprüfung; Rinnen spülen Beckenrand + Rinnen; Boden absaugen Vollreinigung nach Verunreinigung Erhöhte Kontaminationsgefahr durch Kinder
    Planschbecken (≤ 0,6 m) Täglich vollständig entleeren, reinigen, desinfizieren, neu befüllen DIN 19643: Tägliche Komplettreinigung Pflicht
    Warmsprudelbecken / Whirlpool Wasseroberfläche + Düsen; Schaumbildung kontrollieren Vollentleerung + Reinigung Innenwände; Düsen durchspülen Rohrsystem desinfizieren (≥ 10 mg/l Cl₂, 30 min) Sehr hohe Biofilmgefahr; wöchentliche Entleerung empfohlen
    Therapiebecken Nach jeder Nutzungseinheit sichtprüfen Vollreinigung + Desinfektion Rohrsystem spülen und desinfizieren Erhöhte Anforderungen bei immungeschwächten Nutzern
    Springerbecken Rinnen spülen; Sichtprüfung Beckenrand + Rinnen schrubben Boden absaugen; Sprunganlage prüfen Absturzbereich täglich kontrollieren
    Warmbecken (> 20 m²) Rinnen + Oberfläche; Schaumkontrolle Vollreinigung Wände + Boden Rohrsystem + Düsen desinfizieren Temperatur > 28°C: erhöhte Keimvermehrung

    Wasserattraktionen & Luftattraktionen

    AttraktionTäglichWöchentlichMonatlichHydraulik-Zuschlag
    Wasserdüsen / Jets Funktion prüfen; Verstopfung kontrollieren Düsenköpfe demontieren + reinigen Rohrsystem rückspülen +1 m³/h je Attraktionsplatz (DIN 19643-1)
    Wasserkanonen / Geysire Funktion + Dichtigkeit Düsen + Gehäuse reinigen Anschlüsse + Dichtungen prüfen +1 m³/h je Platz; ggf. eigener Kreislauf
    Wasserrutschen (Auslaufbecken) Rutschfläche + Auslauf reinigen Auslaufbecken schrubben; Auffangbereich Rutschbahn vollständig reinigen +35 m³/h je Rutsche (min. 60 m³/h für 1. Rutsche)
    Luftsprudler / Luftdüsen Funktion; Biofilmbildung visuell prüfen Luftdüsen reinigen; Luftleitungen spülen Luftleitungssystem desinfizieren (Legionellenrisiko!) Kein separater Q-Zuschlag nach DIN 19643-1 – aber Aerosolbildung erhöht Legionellengefahr → eigener Aufbereitungskreislauf empfohlen
    Gegenstromanlagen Funktion + Dichtigkeit Düsenreinigung; Strömungskanal Pumpen-/Düsenwartung nach Herstellervorgabe +1 m³/h je Attraktionsplatz
    Spraypark / Wasserspielgeräte (kein Beckenwasser) Funktion + Verstopfung Alle Düsen + Oberflächen reinigen Rohrsystem desinfizieren; Auffangrinnen Kein Becken → eigene Aufbereitung nach TrinkwV / DGfdB
    Luftattraktionen vs. Wasserattraktionen: Luftsprudler erhalten nach DIN 19643-1 keinen separaten Volumenstromzuschlag zum Aufbereitungskreislauf. Da sie jedoch Aerosole erzeugen und Biofilmbildung in Luftleitungen begünstigen, gelten erhöhte Anforderungen an Reinigung und Legionellenprüfung (DIN EN ISO 11731, DGfdB A 23).

    Technische Komponenten

    KomponenteTäglichWöchentlichMonatlich / Intervall
    Skimmer / OberflächenabsaugungSkimmerkörbe leerenKörbe reinigen; Zuläufe prüfenDichtungen + Klappen kontrollieren
    SchwallwasserbehälterFüllstand prüfenEinlaufbereich reinigenVollreinigung + Desinfektion (min. 2×/Jahr)
    Filter (Rückspülung)Differenzdruck prüfenRückspülung nach Programm (DIN 19643-2)Filterdesinfektion nach DGfdB A 23
    Dosierpumpen / Mess- u. RegelanlageFunktion + Dosiermenge prüfenSensoren reinigen; Kalibration prüfenKalibration + Wartung nach Herstellervorgabe
    UV-AnlageBetriebsanzeige + AlarmstatusQuarzglashülle prüfenReinigung Quarzglas; Lampen nach Betriebsstunden tauschen
    Wärmetauscher / HeizungTemperatur prüfenEntkalken + Reinigung (1×/Jahr)

    Planschbecken – Sonderregelung

    Planschbecken (Wassertiefe ≤ 0,6 m) sind nach DIN 19643-1 täglich vollständig zu entleeren, zu reinigen, zu desinfizieren und neu zu befüllen. Eine Aufbereitung im Kreislauf ist nur unter besonderen Bedingungen zulässig.
    SchrittMaßnahmeMittel / Hinweis
    1Vollständige EntleerungTäglich nach Betriebsende
    2Gründliche Reinigung aller FlächenBürste + geeignetes Reinigungsmittel
    3DesinfektionChlorlösung ≥ 5 mg/l, Einwirkzeit ≥ 30 min
    4Abspülen mit TrinkwasserRückstände entfernen
    5NeubefüllungNur mit Trinkwasser; Chlorgehalt vor Betrieb prüfen